Für lange Zeit habe ich Wordpress für ein kleines Hobbyprojekt verwendet. Mit der Zeit wurde Wordpress für mich jedoch zu überladen und ich habe mich nach Alternativen umgesehen und bin dabei auf das Flat File CMS PicoCMS gestoßen, welches großteils von einer Person entwickelt wird und vollständig Opensource ist.

PicoCMS Logo

Der Umzug von Wordpress zu PicoCMS war mit etwas Mühe verbunden, da ich zuerst all meine Wordpress Posts und Pages mit einem Skript in das Markdown Format umwandeln musste. Hier wurden jedoch auf Grund diverser Wordpress Plugins nicht alles Korrekt umgewandelt und ich musste jeden einzelnen Eintrag nochmals einzeln überprüfen. Im Endeffekt hat sich der Umzug jedoch absolut gelohnt und ich bin froh endlich von dem komplexen Ecosystem Wordpress losgebrochen zu sein. PicoCMS ist unglaublich einfach aufgebaut und in PHP programmiert und ist wirklich auf das Minimum an Funktionalität begrenzt. Es gibt beispielsweise kein Frontend, alle Einträge werden direkt als Markdown Datei in das entsprechende Verzeichnis gespeichert und von PicoCMS automatisch in einen Beiträg umgewandelt.

Themes

Es gibt einige verfügbare Themes für PicoCMS. Das selbsterstellen von Themes benötigt etwas Einarbeitungszeit in die Twig Templating Engine, welche von PicoCMS verwendet wird. Hat man sich erstmal die Grundlagen von Twig angeeignet ist es unglaublich flexibel um Themes zu erstellen und ich habe mir damit um einiges leichter getan als mit dem puren PHP Approach für Themes der bei Wordpress verwendet wird.

Plugins

Die Pluginvielfalt von Wordpress ist natürlich kaum zu überbieten und gerade ein Nischenprodukt wie PicoCMS hat weitaus weniger aktiv entwickelte Plugins als Wordpress. Hat man ansprüche an diverse Erweiterungen sollte man bereit sein diese selbst zu erstellen oder vorhandene Plugins selber zu erweitern.

Fazit

Ich bin unglaub froh von Wordpress zu PicoCMS gewechselt zu haben. Mein Hobbyprojekt Ars Neurochirurgica habe ich von Wordpres zu PicoCMS gewechselt und läuft mit einem eigenes erstelltem Theme und einigen kleinen selbst gebastelten Plugins und ich bin überaus zufrieden damit. Die Idee des Flat File CMS hat mir sehr zugesagt, der Gedanke, dass sich alle Einträge als seperate Datei gespeichert sind und nicht in einer Datenbank macht es auch sehr angenehm Backups zu erstellen und zu laden. Das PicoCMS Projekt wird zum aktuellen Zeitpunkt (Juli 2020) aktiv weiterentwickelt und es befindet sich die Version 3 zur Zeit in Entwicklung.